Nadia Hariz:

Erfolgreich auf allen Ebenen – wie ein DAAD-Projekt meine wissenschaftliche Entwicklung gestärkt hat

 

 

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA) das Programm Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft. Im Rahmen dieses Programms begleitet Deutschland seit 2011 die politischen Umbrüche in der arabischen Region. Für Kooperationen im Jahr 2020 gibt es am 30.6.2020 noch eine Bewerbungsfrist, zu der sich deutsche Hochschulen in Kooperation mit arabischen Hochschulen bewerben können: Link zur Ausschreibung für das Jahr 2020

Heute möchten wir Ihnen mit Frau Nadia Hariz gerne eine tunesische Nachwuchswissenschaftlerin vorstellen, die im Rahmen einer deutsch-tunesischen Kooperation ihre Abschlussarbeit verwirklichen konnte. Gefördert wurde diese Kooperation im Rahmen des Programms Kurzmaßnahmen innerhalb der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft.

Ich heiße Nadia Hariz und bin 24 Jahre alt. Ich habe meine gesamte akademische Ausbildung in Tunesien absolviert. An der National School of Computer Science der Universität Manouba habe ich einen Doppelabschluss in Informatik erworben. Dazu war ich in zwei Studiengängen parallel eingeschrieben: dem regulären Ingenieurstudiengang der ENSI und einem Masterstudiengang jeweils in IoT.

2019 konnte ich mich erfolgreich um ein Stipendium im Rahmen des DAAD-Kooperationsprojekts  meiner tunesischen Universität mit der Hochschule Offenburg bewerben. Dadurch hatte ich Gelegenheit, meine Masterarbeit mit dem Titel Decoupling TLS Protocol State and Message Handling Testing IoT Implementations in ivESK's lab, betreut von Herrn Professor Axel Sikora und Herrn Andreas Walz, fertigzustellen.

Da der Aufenthalt in Deutschland meine erste internationale Erfahrung war, bestand die Herausforderung für mich zunächst darin, mich erfolgreich in die Gemeinschaft der internationalen Studierenden zu integrieren. Dann kam natürlich das wichtigste Ziel, die Verwirklichung meines Forschungsprojekts und dann die ersten Schritte in meiner beruflichen Karriere als Ingenieurin.

Die fünf Monate in Offenburg ermöglichten mir einen reichen kulturellen Austausch mit den Menschen um mich herum. Neben meinen bereits vorhandenen Sprachkenntnissen in Arabisch, Französisch und Englisch konnte ich auch noch ein bisschen Deutsch lernen.

Die Arbeit mit der ivESK-Familie hat mich in die richtige Richtung gelenkt: ich hatte ein volles Programm und habe innerhalb kurzer Zeit nicht nur meine technischen Fähigkeiten wie Suchen, Entwickeln und Fehlerbeheben weiterentwickelt, sondern mich auch in Soft Skills wie Selbstbewertung, Zeitmanagement und Präsentieren weiter qualifiziert.

Zuletzt noch ein Ratschlag für alle maghrebinischen Studierenden: Wenn ihr jemals die Möglichkeit habt, an einem internationalen Austausch teilzunehmen, nutzt die Gelegenheit, ihr werdet es nicht bereuen, auch wenn ihr dafür Eure Komfortzone verlassen müsst!