Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung

Der DAAD fördert im Kontext der BMZ-Sonderinitiative „Ausbildung und Beschäftigung“ Masterstudiengänge für Fachkräfte aus Tunesien, Marokko und fünf weiteren afrikanischen Ländern.

Die Stipendien bieten afrikanischen Graduierten mit einer mindestens zweijährigen Berufserfahrung die Möglichkeit, an einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten deutschen Hochschule ein Aufbau- oder Masterstudium durchzuführen und in Deutschland einen Hochschulabschluss zu erwerben.

Wir stellen Ihnen mit diesem Porträt des Monats zwei Stipendiaten vor:

Porträt des Monats: Rihem Hssan

Name: Rihem Hssan

Herkunftsland: Tunesien

Fachbereich: Ingenieurwesen in Elektrotechnik und Nachrichtentechnik

Hochschule im Heimatland: ENET’Com (Ecole nationale d'électronique et Télécommunications de Sfax)

Hochschule in Deutschland und Studiengang: Universität Leipzig, “Small Enterprise Promotion and Training – SEPT“


  1. Herzlichen Glückwunsch zum DAAD Stipendium! Können Sie unseren Lesern schreiben, wie Sie sich für die Bewerbung vorbereitet haben?

Für eine erfolgreiche Bewerbung ist meiner Meinung nach Folgendes zu tun:

  • Die Ausschreibung gründlich lesen
  • Alle Kriterien identifizieren und erfüllen
  • Sich ausreichend Zeit nehmen, um die geforderten Unterlagen vorzubereiten
  • Weitere Dokumente einreichen, die die Bewerbung unterstützen können, wie zum Beispiel ein Empfehlungsschreiben.

Der DAAD hat mich zudem auch bei der Vorbereitung unterstützt. Alle meine Fragen wurden kompetent beantwortet und ich bekam auf diese Weise einen besseren Überblick über das Programm und den Bewerbungsprozess.

  1. Nach einer ersten Berufserfahrung haben Sie sich erneut für ein Studium entschieden. Was waren die Beweggründe?

Zwei Gründe waren ausschlaggebend für diese Entscheidung: Zum einen wollte ich schon immer einen MBA im Bereich Management machen. Zum anderen bietet mir dieser Master eine ideale Möglichkeit, meine berufliche Karriere voranzutreiben – eine Gelegenheit, die ich nicht verpassen wollte.

  1. Wegen der Pandemie findet der Sprachkurs, der Sie auf das Studium in Deutschland vorbereiten soll, online statt. Wie bewerten Sie diese Erfahrung?

Mit der Pandemie hat sich in der Tat viel verändert. Wir alle müssen uns an die neuen Umstände gewöhnen und anpassen. Der online-Sprachkurs ist eine neue Erfahrung für mich, die mir sehr gut gefällt.

  1. Haben Sie Vorbehalte oder Ängste, im Ausland unter den aktuellen pandemischen Umständen zu studieren?

Nein, ganz im Gegenteil. Ich freue mich sehr auf diese Erfahrung. Ich habe eine große Anpassungsfähigkeit und habe vollstes Vertrauen in Deutschland, das sich in den letzten Wochen und Monaten beim Umgang mit der Krise bestens bewährt hat.

Porträt des Monats: Oualid Oukettou

Name: Oualid Oukettou

Fachbereich: Agraringenieurwesen

Heimatuniversität: Institut Agronomique et Vétérinaire Hassan II- Marokko und Istituto Mediterraneo di Bari-Italien

Hochschule in Deutschland: Universität Hohenheim


  1. Herzlichen Glückwunsch zum DAAD Stipendium! Können Sie unseren Lesern beschreiben, wie Sie sich für die Bewerbung vorbereitet haben?

Alle relevanten Zeugnisse, Abschlüsse und Bescheinigungen müssen zunächst vorbereitet und übersetzt werden. Ein Schlüsseldokument dieses Programm ist das Empfehlungsschreiben des Arbeitgebers, da eine zweijährige Berufserfahrung vorausgesetzt wird. Wichtig ist natürlich auch eine gründliche Lektüre der Ausschreibung und sich eng an den Informationen der Informationsblätter zu orientieren.

  1. Nach einer ersten Berufserfahrung haben Sie sich erneut für ein Studium entschieden. Was waren die Beweggründe?

Die Forschung auf dem Gebiet der Agrarwissenschaft und der technologische Fortschritt entwickeln sich ständig weiter. Man muss laufend neue Kenntnisse und Techniken erwerben, um Lösungen für die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft zu entwickeln. Dazu zählen vor allem die negativen Folgen des Klimawandels und dadurch entstehende Rentabilitätsverluste in der Landwirtschaft sowie Einkommenseinbußen für die Bauern. Angesichts der bestehenden Problemlage ist eine Stärkung der Resilienz in der Landwirtschaft besonders wichtig.

  1. Wegen der Pandemie findet der Sprachkurs, der Sie auf das Studium in Deutschland vorbereiten soll, online statt. Wie bewerten Sie diese Erfahrung?

Die Online-Sprachkurse waren eine sehr schöne Erfahrung. Wir hatten das Gefühl, dass wir alle trotz der Distanz doch alle in einem gemeinsamen Raum waren. Der Kommunikationsfluss mit dem Dozenten war reibungslos möglich, so dass wir auf der Plattform viele anwendungsbezogene Sprachübungen und Aufgaben erledigen konnten.

  1. Haben Sie Vorbehalte oder Ängste, im Ausland unter den aktuellen pandemischen Umständen zu studieren?

Ich hoffe, dass diese Pandemie nicht lange anhält. Natürlich bleibt das Risiko bestehen, aber wir alle müssen einfach vorsichtig sein und täglich die notwendigen sanitären Maßnahmen zur Distanzierung und Hygiene ergreifen.

Eine ausführliche Beschreibung dieses Programms finden Sie hier.