Die DAAD Außenstelle Tunis hat das diesjährige Falling Walls Lab in Tunesien organisiert. Soulaima Ben Lkima konnte sich erfolgreich durchsetzen und wurde von einer hochkarätigen deutsch-tunesischen Jury als tunesische Gewinnerin auserkoren.

Vom 7. -9.11.2021 fand das große internationale Finale in Berlin statt. Die TOP 75 innovativsten Köpfe aus aller Welt präsentierten in drei Minuten ihre Ideen. Souleima hat sich sehr gut geschlagen: beim Finale am 09.11. gewann sie mit ihrer Idee: „Breaking the Wall of Logistics Challenges Facing the Industry“ den Publikumspreis.

Wir beglückwünschen Soulaima zu dieser hervorragenden Leistung und haben sie befragt:

  1. Bitte erläutern Sie uns kurz Ihr Forschungsprojekt. Was ist der innovative Punkt, der „die Mauer zum Einsturz bringt“ und welche Herausforderungen mussten Sie meistern?

Angesichts der rasanten Entwicklung der Lagerlogistik in einer stark vernetzten Welt müssen Unternehmen jetzt rasch Veränderungen vornehmen, um den neuen Marktanforderungen gerecht zu werden. Daher hatten wir bei AYMAX Technology die Idee, ein innovatives Tool zu entwickeln, das kontinuierlich die Leistung der Lagerverwaltung überprüft. Dabei greift es auf eine angebundene Objektmanagement-Plattform (Palette, Handling-Tool, etc. ) zurück, mit der man alles aus der Ferne verwalten kann, um Lagerdaten zu sammeln, zu speichern und zu analysieren. Das innovative und “die Mauer durchbrechende” Element ist die Neudefinition der Leitung des Lagerhauses. Dadurch werden neue Geschäftsmodelle geschaffen, die bestehenden Hierarchien durchbrechen, die durch die Automatisierung bestimmter Vorgänge entstanden sind. Die Lösung bringt Echtzeit-Informationsaustausch, eine bessere Synchronisation von Aktionen und einen klaren Wettbewerbsvorteil.

  1. Wie war Ihre Erfahrung beim Finale in Berlin? Was hat Sie am meisten beeindruckt? Und wie ist es Ihnen gelungen sich bei der Vielzahl an guten Ideen durchzusetzen?

Das Finale in Berlin war einfach grandios! Tatsächlich konnte ich viele interessante Projekte in verschiedenen Bereichen entdecken, was bei wissenschaftlichen Veranstaltungen im Allgemeinen nicht oft der Fall ist. Networking war auch die größte Stärke des Falling Walls Lab Finales; Menschen jeden Alters, aller Branchen und aller Ebenen zu treffen, hat mir persönlich und beruflich viel gegeben. Außerdem war das Pitcherlebnis für mich einzigartig und anregend. Eine Idee in nur 3 Minuten darzustellen und dabei zu überzeugen war eine echte Herausforderung, die mir den Zugang zu Gesprächen insbesondere mit potenziellen Investoren, Wissenschaftlern und Wirtschaftsführern öffnete. Mich hat die Denkweise der jungen Teilnehmenden, die mit ihren Projekten die Welt verändern wollen, sehr beeindruckt; Die Art und Weise, wie sie die Dinge sehen, hat mich sehr inspiriert, Gelegenheiten zu ergreifen, an die ich vorher nicht gedacht hatte.

  1. Was würden Sie sich für Ihre berufliche Zukunft wünschen? Planen Sie ins Ausland zu gehen, vielleicht nach Deutschland?

Ich bin immer motiviert, mein Bestes zu geben, aber vor allem in einem Umfeld zu arbeiten, in dem ich meine Fähigkeiten weiterentwickeln, interessante Projekte durchführen und mit Menschen arbeiten kann, von denen ich wirklich etwas lernen kann. Ich übernehme bereits Führungsaufgaben, bei denen ich viel mit Menschen und ganz unterschiedlichen Aufgaben zu tun habe. Der Hang zur Herausforderung und der Hang zum Internationalen waren für mich schon immer meine größte Inspirationsquelle. Nach dem Falling Walls Lab Event ist mir aufgefallen, dass das Ökosystem in Deutschland gut strukturiert und entwickelt ist, was die Entstehung und Entwicklung innovativer Projekte erleichtert. Zudem bietet der deutsche Markt generell eine günstige Start-up-Infrastruktur, gute Ausstattung und viele Finanzierungsmöglichkeiten, weshalb ich überlege, langfristig eine berufliche Karriere in Deutschland aufzubauen, denn die Arbeit in einem solchen Land bringt viele Vorteile mit sich.