100 Jahre DAAD – 12 Alumni im Porträt: September 2025
„Welche Erinnerungen und Erfahrungen aus Ihrer Zeit als DAAD-Stipendiatin in Deutschland haben Sie besonders geprägt, und inwiefern beeinflussen sie noch heute Ihren beruflichen Werdegang oder Ihre persönliche Perspektive?“

Name: Nouhaila Zine Elabidine
Heimatinstitution: Universität Mohammed V, Rabat
Institution in Deutschland: Institut für Internationale Kommunikation e.V., Berlin
Studienfach: Germanistik
Mein erster Kontakt mit dem DAAD war die Teilnahme an der Maghreb-Sommerakademie in Tunis zum Thema Umweltverschmutzung und Klimaaustausch. Diese Erfahrung hat mir nicht nur geholfen, mein Wissen zu vertiefen, sondern auch den DAAD und seine Förderprogramme näher kennenzulernen. Außerdem konnte ich wertvolle Kontakte zu jungen Forschenden und Studierenden aus der Region knüpfen, mit denen ich bis heute im Austausch stehe.
Gestärkt durch diese Eindrücke habe ich mich anschließend für ein DAAD-Sommerstipendium in Deutschland beworben. Der Aufenthalt in Berlin war ein entscheidender Schritt: Ich konnte meine Deutschkenntnisse deutlich verbessern, die deutsche Kultur intensiv erleben und mit Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen ins Gespräch kommen. Diese Begegnungen haben meinen Horizont erweitert und mir die Motivation gegeben, mein Studium in einem internationalen Kontext fortzusetzen.
Auf diesem Weg habe ich schließlich den Sprung in einen europäischen, von der EU geförderten Master in Lexikographie geschafft. Auch wenn dieses Programm nicht vom DAAD gefördert wird, bin ich überzeugt, dass meine vorherigen DAAD-Erfahrungen entscheidend dazu beigetragen haben, dass ich diesen Weg erfolgreich einschlagen konnte. Heute studiere ich auf Deutsch und Englisch und bereite mich auf mein kommendes Semester in Hildesheim vor – eine direkte Fortführung des Weges, den ich mit dem DAAD begonnen habe.
Diese Stationen hängen eng zusammen und bilden für mich eine prägende Entwicklung: vom ersten Kontakt in Tunis bis hin zum EU-Masterstudium in Europa. Dafür empfinde ich große Dankbarkeit gegenüber dem DAAD, der mir die entscheidenden Impulse gegeben hat. Danke, DAAD!

Name: Ikram Ayari
Heimatinstitution: Institut Supérieur des Langues de Moknine, Universität Monastir
Institution in Deutschland: Sommerschule, Leucoria – Wittenberg, Sachsen-Anhalt (2024)
Studienfach: Germanistik
Meine Zeit als DAAD-Stipendiatin in Deutschland bleibt für mich eine unvergessliche und prägende Erfahrung. Der Sommerkurs in Wittenberg hat mir nicht nur ermöglicht, mein Deutsch erheblich zu verbessern, sondern mir auch eine neue Herangehensweise an das Lehren und Lernen von Sprachen eröffnet.
Über den Unterricht hinaus hatte ich die Chance, eine vollständige kulturelle Immersion zu erleben: der Austausch mit Studierenden aus verschiedenen Ländern, die Entdeckung des historischen Erbes von Wittenberg und der Region Sachsen-Anhalt sowie die Öffnung hin zu interkulturellen Perspektiven haben mich tief beeindruckt.
Diese Erfahrung hat mein Selbstvertrauen gestärkt und meinen Wunsch bekräftigt, mein Studium und meine Laufbahn im Bereich der Germanistik weiterzuverfolgen. Sie hat mir zudem geholfen, meinen persönlichen Horizont zu erweitern, indem sie mich ermutigt hat, stets den Dialog zwischen den Kulturen zu suchen und die Vielfalt zu schätzen. Bis heute prägt dieser Aufenthalt meinen beruflichen Weg, indem er meine Ambition nährt, in Projekten zu arbeiten, die mit den deutsch-tunesischen akademischen und kulturellen Austauschbeziehungen verbunden sind.